Lose Spange

Herausnehmbare Zahnspangen werden individuell aus Kunststoff gefertigt und können vom Kind selbst aus dem Mund genommen werden. Sie eignen sich v.a. beim jungen Patienten zur Wachstumskoordination. Diese Spangen sollen nachts und ca. 6 Stunden am Tag getragen werden, sodass man auf eine Tragezeit von 14-16 Stunden kommt.

Hauptsächlich wird diese Behandlung im Wechselgebiss (9-12 Jahre) zur Kiefereinstellung genutzt. Diese Art der Behandlung nennt sich Funktionskieferorthopädie. Dadurch wird eine Harmonisierung des Gesichts- und Weichteilwachstums sowie eine erhöhte Stabilität des Bisses durch die Einstellung der Verzahnung erreicht. Diese “losen Spangen” haben bei guter Tragezeit eine hervorragende Wirkung. Bekannt sind hauptsächlich Geräte wie Platten, Funktionsregler, Aktivator, welche auch unter den Begriffen “ganzheitliche” oder “biologische” Kieferorthopädie zusammengefasst werden. Die Wirkungskräfte kommen von den körpereigenen Muskeln und Weichteilen und werden entsprechend auf Kiefer und Zähne übertragen. Erkennt man die Zusammenhänge früh genug, können auch Zahnextraktionen vermieden werden.

Versäumt man diesen Zeitpunkt der Behandlungsphase kann nach der Pubertät nahezu keine Bisslageverschiebung mehr vorgenommen werden und die Behandlung wird sehr kompliziert. Extraktion, Kieferoperation oder komplizierte feste Zahnspangenfedern sind häufig die Folge, da das vorhandene Wachstum nicht optimal ausgenutzt werden kann.

Als Dehnplatten bezeichnet man solche, die mit einer Schraube versehen, auf die Zahnbogenbreite oder auch Einzelzahnabweichungen aktiv einwirken können.

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