Diagnostik

Eine erfolgreiche sowie nachhaltige kieferorthopädische Therapie ist vor allem von einer präzisen und detaillierten Diagnostik abhängig. Mit ihrer Hilfe konstruiert das Frankfurter KFO-Team eine Ausgangssituation, die für alle nachfolgenden Schritte wesentlich ist. Hierzu zählt auch eine gut durchdachte Diagnostische Unterlagen sind im Normalfall: Anamnese, Untersuchung des Mund- und Kausystemes, manuelle Strukturanalyse (Screening) der Kiefergelenke, Untersuchung und Funktionstest der Kaumuskeln, Orthopantomtgram (Röntgenübersicht), Fernröntgenseitbild (Schädel) mit Computervermessung und Wachstumsberechnung, Abformungen zur Erstellung von Modellen mit Vermessung und Einartikulierung in den Artikulator sowie extra- und intraorale Fotos.

Um zu beginnen erhalten Sie folgende drei Termine:

  • Beratungstermin
  • Diagnosetermin
  • Besprechungstermin

Im ersten Beratungstermin werden wir Schritt für Schritt vorgehen, nach der Erstuntersuchung zusammen die Notwendigkeit, als auch die unterschiedlichen Therapiemöglichkeiten erörtern. Auch haben Sie hier Zeit, die Fragen zu stellen, welche Sie in diesem Kontext beschäftigen.

Nun sind der Kieferorthopäde und sein Team an der Reihe, die Diagnostik und den Besprechungstermin vorzubereiten.

Dann erfolgt ein Besprechungstermin, in dem zunächst alles erklärt wird und evtl. mit Hilfe einer speziellen Computersoftware die nachfolgenden kieferorthopädischen Behandlungsschritte dargestellt werden können. In der Zwischenzeit wurde ein sog. Heil- und Kostenplan für Sie erstellt, der auch besprochen wird, welchen Sie bei Ihrer Versicherung oder einer Beihilfe einreichen können.

Erstdiagnostik

Zu Beginn Ihrer ganzheitlichen Behandlung erfolgt in unserer Kieferorthopädischen Praxis in Frankfurt die Anamnese. Hier wird Ihre gesamte kieferorthopädische Vorgeschichte erfragt: Neben der Dokumentation Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes, werden auch angeborene sowie erworbene kieferorthopädische Auffälligkeiten notiert. Es werden sowohl bestehende Krankheitsbilder (z.B. Asthma, Herzprobleme, Diabetes) und Allergien besprochen, als auch die Einnahme bestimmter Medikamente festgehalten. Gerne beraten wir Sie auch ausführlich, wenn eine Schwangerschaft in Planung ist.

Zudem gehören spezifische Angewohnheiten wie das Daumenlutschen oder Zähneknirschen, Ihre allgemeine Atmung und Aussprache sowie eventuell ereignete Traumata ebenfalls zu wichtigen Aspekten, welche bei Ihrer Anamnese festgehalten werden.

Modellanalyse

Für unsere kieferorthopädische Fachzahnarztpraxis in Frankfurt stellt die Modellanalyse einen sehr wichtigen Baustein der Diagnostik dar. Mit dem detailgenauen Modell Ihrer Zähne können eine dreidimensionale Lagebeziehung zwischen Zähnen und Kiefer, aber auch diverse Abweichungen von der idealen Zahnbogenform sowie die tatsächliche Zahngröße (auch in Relation) dargestellt werden. Die Modelle werden mit einer elektronischen Schieblehre vermessen und in Relation zu den Normwerten gesetzt. So kann Kieferorthopäde Dr. Kollmannsperger leichter feststellen, wie groß der Raumbedarf ist, um zum Beispiel Zahnextraktionen zu vermeiden.

Gipsmodell

Abb.: Gipsmodell – ein Baustein der kieferorthopädischen Modellanalyse.

Um das Zahnmodell Ihrer Zähne anzufertigen, wird ein Abdrucklöffel (U-Form) mit einer Abformmasse bestrichen und anschließend von Ihrem oberen, als auch dem unteren Zahnbogen ein Abdruck entnommen. Diese werden anschließend dem zahnmedizinischen Labor übergeben, damit das endgültige Modell angefertigt werden kann.

Im Laufe Ihrer kieferorthopädischen Behandlung werden des Öfteren weitere Abdrücke benötigt, um den genauen Verlauf fachgerecht zu dokumentieren und die nächsten Behandlungsschritte besser validieren zu können.

Untersuchung & Funktionsanalyse

Neben der Anamnese ist insbesondere das Erkennen und Einstufen des Zahn- und Kiefersystems essentiell. Als Funktionsanalyse wir eine spezifische Untersuchungsform innerhalb der Kieferorthopäde bezeichnet, bei welcher die Funktionen das gesamte Kausystems untersucht werden.

Das Kausystem beinhaltet im Allgemeinen den Zahnhalteapparat, die Zähne, die Kieferknochen, das Kiefergelenk sowie deren angrenzende Muskulatur. Um eine ideale Kau- Beiß- oder Sprechfunktion ausüben zu können, liegen die Kieferköpfchen störungsfrei in ihren Gelenkpfannen und die Zähne berühren sich nur an ganz bestimmten Punkten – die Kaumuskulatur wird symmetrisch belastet. Dieser optimale Biss, d.h. wenn alle Zähne perfekt ineinander passen, kann nur bei perfekter Okklusion (Zahnkontakten) erreicht werden.

Fehlstellungen im Zahn- oder Kieferbereich führen zu einer asymmetrischen Okklusion, die Fehlbelastungen, Schmerzen sowie gestörte biologische Funktionen zur Folge haben können. Oftmals hat der Patient auch das Gefühl, eine aktive Ausgleichsbewegung (Zwangsführung) machen zu müssen, damit die Zähne wieder aufeinander passen. Zudem kann eine Fehlokklusion zu einer Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) führen, bei der es zu einer Fehlregulation der Gelenk- oder Muskelfunktionen der Kiefergelenke kommt.

Um dies in unserer Frankfurter Fachzahnarztpraxis weitgehend feststellen zu können, ist die ausführliche Diagnostik mit Funktionsanalyse wichtig.

Bildgebende Verfahren

Das wichtigste und einfachste bildgebende Verfahren für einen Patienten ist die Fotodokumentation seiner kieferorthopädischen Behandlung. Hierfür werden in unserer Frankfurter KFO-Praxis sowohl zu Beginn, mehrmals zwischendurch und auch zum Schluss der Therapie Fotos von der Front und vom Profil erstellt. Zudem werden die Zähne intraoral fotografiert: Mit geschlossenen Zahnreihen von außen sowie von innen mit weit geöffnetem Mund.

Zusätzlich sind bei der Diagnostik Aufnahmen der beiden Kiefer sowie aller angrenzenden Strukturen essentiell. Eine moderne und technisch sehr effiziente Röntgenmaßnahme ist dabei das sog. digitale Orthopantogramm (OPG), auch Panoramaschichtaufnahme genannt.

Panoramabildaufnahme

Panoramabildaufnahme

Abb.: Panoramabildaufnahme – Ihre KFO-Diagnostik in Frankfurt.

Vorteile dieses bildgebenden Verfahren sind, dass die Strahlenbelastung stark reduziert werden kann, aufgrund modernster Bildbearbeitungsprogramme Reihenaufnahmen vermieden werden können und die Archivierung sowie die Weitergabe des Fotomaterials an mitbehandelnde Ärzte einfach handhabbar ist.

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  1. Einleitung
  2. Kiefergelenkserkrankungen
  3. Diagnostik